Kindesunterhalt und Düsseldorfer Tabelle

Bei einer Trennung der Eltern oder leben die Eltern gar nicht erst zusammen, so ist das Elternteil zum Kindesunterhalt verpflichtet, welches das Kind nicht in seiner Obhut hat. Dabei besteht des Anspruch auf Kindesunterhalt sowohl für minderjährige als auch für volljährige Kinder, die sich noch in der Erstausbildung befinden. Voraussetzung dafür muss in beiden Fällen sein, dass die Kinder unverheiratet sind, da der Unterhaltsanspruch bei einer Eheschließung vorrangig auf den eigenen Ehepartner übergeht.
Im Familienrecht ist die Unterhaltspflicht gesetzlich geregelt. Der Kindesunterhalt steht somit von vorne herein fest, nur die Höhe muss noch vereinbart werden. Abhängig vom Alter des unterhaltsbedürftigen Kindes ergeben sich einige Besonderheiten. Eine Scheidung oder Eheschließung des Elternpaares hat jedoch keinen Einfluss auf diese Berechnung.

Es ist zwischen folgenden Kindern zu unterscheiden:
• Minderjährige
• privilegiert Volljährige
• Volljährige

Volljährige sind dann privilegiert und den Minderjährigen in der Rangfolge gleichgestellt, wenn sie:
• sich in allgemeiner Schulausbildung befinden
• nicht älter als 21 Jahre alt sind
• im Haushalt eines Elternteils leben
• noch nicht verheiratet sind

Die Düsseldorfer Tabelle dient als Maßstab zur Berechnung des Unterhalts. Insbesondere des Kindesunterhalts bei einer Scheidung oder Trennung. Eingeführt wurde die Düsseldorfer Tabelle im Jahr 1962 durch das Oberlandesgericht Düsseldorf und bildet seitdem die Richtwerte zur Bemessung des Unterhalts. Die Düsseldorfer Tabelle selbst hat keine Gesetzeskraft und ist daher eher als allgemeine Richtlinie anzusehen, die allerdings auch von den Gerichten bei einer Unterhaltspflicht so herangezogen wird. Außerdem gibt sie dem Unterhaltspflichtigen Aufschluss über die Unterhaltshöhe. Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle können Sie auf der Webseite des Oberlandesgerichts Düsseldorf einsehen. (LINK?)
Für volljährige Kinder, die Anspruch auf Barunterhalt haben und einen eigenen Hausstand führen (dazu zählen auch Wohngemeinschaften) beträgt der Unterhaltsbetrag abweichend von den Tabellenwerten 670 Euro monatlich.

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